Robert Schramm – Lake Wales, Florida

Robert Schramm
Lake Wales, Florida

Alles fing damit an, das ich den Flyer von Sandra sah und mich einfach mal beworben habe, um zu sehen wie weit ich kommen kann. Die Coaches waren interessiert und Schritt für Schritt kam ich meinem Ziel, ein Stipendium in den USA zu ergattern, näher. Ich kann mich noch genau daran erinnern wie ich mit meinen Eltern zu Hause saß und mich für die University im “Sunshine State” Florida entschieden habe. Am 24.August 2009 war es dann auch wirklich soweit. “Was wird mich in Amerika erwarten?”, “Werde ich mit der Sprache und dem Studium zurecht kommen?”,  “Werde ich sportlich mithalten können?” All diese Fragen und noch mehr schwirrten in meinem Kopf umher. Nach einem Zwischenstopp am Frankfurter Flughafen und dem letzten Telefonat mit Freunden und Familie ging die Reise ins Ungewisse los!

Zehn Stunden später hieß es auch schon vom Piloten “Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind erfolgreich auf dem Flughafen in Orlando, Florida, gelandet und wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt!” und der sollte es auch wirklich werden. Nach drei Tagen Eingewöhnungszeit ging das Studium los und brachte mir so manche Herausforderungen, die aber alle mit Hilfe von Freunden und meinem Trainer gelöst wurden. So schrieb ich in meinem ersten Semester von fünf Aufsätzen nur zwei selber und am Ende erhielt ich noch die Auszeichnung als “Most Improved Writer.” Was will man mehr?!

Einige Wochen später ging auch endlich die Vorbereitung für die Saison los. Da fast alle Spieler “Freshmen” waren, saßen wir alle im gleichen Boot und hatten keine Anpassungsschwierigkeiten an die anderen Mitspieler und selbst den älteren Spielern konnten wir noch etwas beibringen. So integrierten wir “Jersey-Friday”, wo jeder anziehen konnte, was zum Volleyballspielen mehr oder weniger geeignet war. Von Netzhemden über Nationalmannschaftstrikots bis zu Spongebob Shirts war alles dabei.

Meine Freunde haben mir die gemeinsame Zeit während den Turnieren im Norden Amerikas unvergesslich gemacht. Die Abfahrt von der Uni war zwar immer um drei Uhr frühs, aber das war es alle Male wert. Ob auf der Fahrt zum Flughafen, in der Warteschlange bei der Kontrolle, im Flugzeug oder an den entsprechenden Aufenthaltsorten, es wurde immer für Unterhaltung gesorgt, aber nicht nur für uns, sondern auch für alle umstehenden Personen. So wurden wir kurzerhand zum Animationsteam im Flugzeug oder zu Straßenmusikern.

Meine Zeit war aber auch unvergesslich aufgrund der großen Bekanntheit an der Uni, den äußerst hilfsbereiten Professoren, denen man sogar über Facebook Fragen stellen kann und den sportbegeisterten Mitstudenten aus aller Welt. In diesen neun Monaten gelang es mir auch einige Wunschorte zu besichtigen, wie zB. Panama-City, Miami und Chicago.

Gleichzeitig will ich die Chance nutzen und mich bei Sandra nicht nur für ihr hervorragende Unterstützung auf dem Weg zum Stipendium und Visum bedanken, sondern generell für die Möglichkeit in Amerika zu studieren! Dadurch habe ich wertvolle Erfahrungen mit Menschen verschiedener Kulturen gesammelt und soziale Kontakte in die ganze Welt geknüpft, die mir immer mit am wichtigsten sind!

Seit August hat das zweite Jahr für mich angefangen und es verläuft genauso wie es im ersten Jahr aufgehört hat. Ich kann kaum erwarten was dieses Jahr Neues für mich bringt!

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